Champagner

Der Champagner (französisch vin de Champagne) ist ein Schaumwein, der in der Weinbauregion Champagne in Frankreich nach streng festgelegten Regeln angebaut und gekeltert wird. Die im Wein gelöste Kohlensäure entsteht bei einer zweiten Gärung in der Flasche ("Méthode traditionnelle, auch Méthode champenoise"). Die Bezeichnung "Champagner" ist markenrechtlich geschützt.

Durch Flaschengärung hergestellte Schaumweine heissen in Frankreich, Schweiz und in Luxemburg Vin Mousseux oder Crémant, in Spanien Cava, in Italien Spumante, in Deutschland Winzersekt und in Österreich Hauersekt.

Für Champagner werden nahezu ausschliesslich drei Rebsorten verwendet: Die roten Rebsorten Pinot Noir und Pinot Meunier und die weisse Rebsorte Chardonnay. Die Mischung der Sorten bestimmt den Charakter des jeweiligen Champagners. Etwa 80% aller Champagner werden aus Grundweinen verschiedener Jahrgänge zu Cuvées verschnitten und kommen ohne Jahrgangsangabe auf den Markt.

Wer am Champagner vor allem die Frische schätzt, wird ihn möglichst jung geniessen. Champagner entwickelt sich in der Flasche weiter. Der Kohlensäuredruck nimmt zwar langsam ab, der Geschmack wird jedoch harmonischer und die Aromen intensiver. Einfache Champagner ohne Jahrgang erreichen ihren Höhepunkt in der Regel innerhalb von zwei Jahren. Gute Jahrgangs-Champagner können hingegen zehn Jahre und länger gelangert werden. Ob der deutlich höhere Preis von Champagner stets gerechtfertigt ist, sei dahingestellt. Fakt ist, dass Champagner den strengsten Herstellungsvorschriften aller Schaumweine unterliegt, deren Einhaltung durch unabhängige Stellen kontrolliert wird.

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