Japanischer Whisky
Japanischer Whisky ist bei uns erst seit wenigen Jahren bekannt. Vom weltweiten Erfolg des Whisky beeindruckt, hat Japan schon 1923 mit einer eigenen Produktion begonnen. Das Wissen über die Brennkunst haben die Japaner von den Schotten gelernt und perfektioniert.
Am meisten werden Blend-Whisky hergestellt, denen sehr oft schottischer Single Malt beigemischt wird, um die Qualität zu verbessern. Eigentlich wäre dass gar nicht (mehr) nötig, denn vorallem die japanischen Einzelfass-Abfüllungen stehen den Schottischen in nichts mehr nach. Vielleicht liegt es an uralten japanischen Kodexen, welche den Zukauf von Produkten im Inland für die Her- oder Fertigstellung des eigenen Produktes praktisch verbietet - also importiert man lieber als zusammenzuarbeiten. Deshalb sind auch einige schottische und amerikanische Distillerien in japanischem Besitz.
Die weltweit grösste Malt-Destillerie liegt heute in Japan. Der japanische Whisky wird aber fast ausschliesslich für den heimischen Markt produziert. Single Malt Abfüllungen sind heute bei uns sehr begehrt.
Zwei der einflussreichsten Persönlichkeiten in der Geschichte des japanischen Whisky sind Shinjiro Torii und Masataka Taketsuru. Torii war ein Pharmagrosshändler und der Gründer der Kotobukiya - später Suntory. Er verpflichtete Masataka Taketsuru, der das Distillieren in Schottland studiert und anfangs der 1920er Jahre dieses Handwerk zurück nach Japan gebracht hatte. Er half ihm Yamasaki zu etablieren und verliess die Firma 1934 um dann Dainipponkaju - später in Nikka umbenannt zu gründen. Diese beiden sind auch die bekanntesten japanischen Destillerien.
Japanischer Whisky wird wie der Schottische unterteilt in Malt-, Pure Malt-, Grain- und Blended Whisky.
